Donnerstag, 20. Oktober 2011
Schulmedizin
Ein Lehrer diagnostizierte bei mir in der 5. Klasse eine unheilbare Mathe-Schwäche. Eine gute 4, mehr sei nicht drin. Jetzt nicht, und später auch nicht, das sei abzusehen. Der meinte echt, ich würde noch in der 8., 10. oder 12. Klasse ne 4 haben. Für immer. Eine 4 fürs Leben. Hoffnungsloser Fall. Na schön, dachte ich mir, dann eben nicht. Mein Engagement fuhr ich auf 0 runter. In der 7. Klasse (ich saß mittlerweile im sprachlichen Zug, meine Eltern hatte obige Diagnose offenbar beeindruckt) bekamen wir einen anderen Lehrer, und schon wurde aus der 4 eine 2. Die hielt ich locker. Ab der 11. Klasse hatte ich eine 1. Seitdem weiß ich, dass man sehr vorsichtig sein muss, was die Vergabe einer Dauer-4 anbelangt. Ganz wurscht, in welcher Rolle.