Dienstag, 30. August 2011

Menge im Gedränge

Apropos Bildung: Es soll ja ab Herbst bumsvoll werden in deutschen Hörsälen. Aber so richtig dieses Mal. Wegen doppelten Abiturjahrgängen und einfachen Wehrunpflichtigen. Die Zahlen sprechen für sich, an der Uni Hamburg beispielsweise kommen momentan auf 8.500 Studienplätze mehr als 50.000 Bewerber. Man kann heute schon versprechen: Platz is' nich'. Weder zum Sitzen noch zum Schlafen. Wenn ich da an meinen Studienbeginn denke... die Bänke waren zu einem Drittel besetzt, selbst im Audimax bei interdisziplinären Massenveranstaltungen wie Einführung in die Volkswirtschaftslehre oder Grundlagen des Privatrechts. Manchmal hätte ich sogar eine ganze Reihe für mich alleine haben können, so rein theoretisch. Will ja kein Mensch. Die Wohnungssuche dagegen gestaltete sich schon immer schwierig, erst recht, wenn man gewisse Vorstellungen hatte - Luxusprobleme eben. Bald tauscht man ein Königreich gegen ein Dach über dem Kopf. Turnhalle, Gemeindehaus, Kirche, Zelt - wird alles schon gehandelt. Was ich im Herbst machen würde? Auf keinen Fall "irgendwas mit Wirtschaft" in Hamburg (s.o.) studieren. Ägyptologie in Leipzig wäre vielleicht ne Idee, und selbst da könnte es eng werden.