Donnerstag, 21. Juli 2011
Gekommen um zu bleiben
So, der Bundesfinanzhof lässt freundlich ausrichten: Wer ernsthaft glaubte, dass der Solidaritätszuschlag eine vorübergehende Sache sei, bis die ostdeutschen Straßen, Parks, Rat-, Kranken-, Schul- und sonstigen Häuser wieder einigermaßen was hermachen würden, ist ein naiver Dösbaddel. Denn: Der Soli bleibt erst mal. Steuern bleiben immer. Die gehen nicht weg. Und weniger werden sie auch nicht, langfristig gesehen. Nur zweckentfremdet, weil es immer irgendwelche Finanzlöcher gibt, das werden sie. Man denke hier (weil es so schön zum Feierabend passt und deshalb mein absolutes Lieblingsbeispiel ist) an die prominente Sektsteuer, die unter Kaiser Wilhelm II. eingeführt wurde, um die deutsche Kriegsmarine flott zu kriegen. Das war vor mehr als 100 Jahren. Die Marine soff ab, zwei Mal, aber die Sektsteuer, die hält sich tapfer über Wasser. Bis heute. Stößchen! Und ein Prosit auf den Soli!